Zoe live

Zoe’s Nachwuchs

Zoe hat bereits 5 Kälber zur Welt gebracht. Die beiden Jüngsten heissen Zelda und Zamunda.

Adi: «Dass ich auf meinem Hof Jungtiere halte, hat zwei wichtige Gründe. Erstens geben Kühe ohne Kälber keine Milch. Zweitens ziehe ich hier Zoes Nachwuchs gross. Viele dieser Kälber werden eines Tages zur Herde der Milchkühe gehören. Die Kälber und Rinder sind somit meine Hoffnungen für die Zukunft.»

Zoe: «Ich kenne Adi und seinen Hof seit meiner Geburt. Er hat sich stets gut um mich gekümmert. Deshalb können wir uns gegenseitig vertrauen, auch in anspruchsvollen Situationen wie bei der Geburt meiner Kälber.»

Kühe beginnen Milch zu geben, sobald sie ihr Kalb zur Welt gebracht haben.

In den ersten Tagen nach der Geburt ist die Muttermilch für das Kalb bestimmt. Sie enthält viele lebenswichtige Nähr- und Abwehrstoffe für das Kalb.

Adi:«Die Geburt eines Kalbs ist ein Höhepunkt in den Betriebsabläufen und verliert für mich wohl nie seine Faszination. Zoe brachte ihr erstes Kalb am 17.08.2012 zur Welt. Seither gab sie schon 31800 kg Milch und gebar 4 weitere Kälber. Das sind riesige Geschenke, die die Kühe mir machen, denen ich mit viel Achtung und Wertschätzung begegne.»

In den folgenden 2 – 3 Monaten wird das junge Kalb mit 5 – 8 Litern Milch pro Tag gefüttert. Dann gewöhnen sich die Kälber nach und nach an Gras, Heu und Getreide.

Jacky(8 Monate): «Anfangs schmeckte mir das Heu nicht so gut wie die Milch. Jetzt habe ich es sehr gerne. Bald bin ich bereit, mit den Rindern mit auf die Weide zu gehen.»

Begriffserklärung
Kalb: 0 – 365 Tage alt
Rind: 365 Tage alt bis Geburt des ersten Kalbes
Kuh: Ab Geburt des ersten Kalbes, meist im Alter von 2- 3 Jahren.

Die Rinder sind die Teenies auf Adis Hof. Zur Gruppe der Rinder gehört Zoe’s Tochter Zelda.

Adi: «Rinder sind weniger zahm als Kühe. Sie haben noch nicht die Routine der Milchkühe und müssen viel lernen, bis sie sich an den Tagesablauf der Erwachsenen gewöhnt haben. Ich freue mich, dass Zelda in einigen Monaten ihr erstes Kalb bekommt, und wir sie in die Herde der Erwachsenen aufnehmen können.»

Zoe und ihre Kolleginnen leisten viel, deshalb haben sie zwei Monate Urlaub im Jahr.

Zoe: «Nach 10 Monaten Milch geben, habe ich mir jeweils Ferien verdient. Dann verbringe ich acht Wochen im Schwangerschaftsurlaub. Wir sind jeweils eine Gruppe von etwa fünf Kühen. Vor und während der Geburt sorgen wir gut füreinander.»

Adi: «Die acht Wochen vor der Geburt eines Kalbs nennt man Galtphase. Die Kühe werden dann nicht mehr gemolken. Sie brauchen diese Zeit, um sich zu erholen und sich auf die Geburt vorzubereiten. Ich beobachte sie in dieser Zeit sehr genau. Es ist wichtig, dass die Kühe etwas Fettreserven anlegen, aber nicht zu viel. Das passiert schnell, denn ohne ihre tägliche Milchleistung brauchen sie weniger Energie. Ich reduziere die Energiezufuhr, indem ich den Kühen Ökoheu füttere. Dieses fällt an, weil wir einige Wiesen der Biodiversität zuliebe erst spät mähen. Das Ökoheu enthält mehr Rohfasern und ist nährstoffarmer, als das normale Heu. Für Galtkühe ist es deshalb gut geeignet.»

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