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Futter

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Marcel Torgler
vor 1889 Tagen
Wie wird das Silofutter haltbar gehalten, so dass es der Kuh immer schmeckt?
Christian Manser
vor 1888 Tagen

Der Landwirtschaftsbetrieb Auen ist ein silofreier Betrieb.

Man kann entweder Dürrfutter (Heu (1. Ernte im Jahr) oder Emd (folgende Ernten)) oder Silage produzieren. Bei Adi wird nur Dürrfutter hergestellt. Da aus der Milch der Kühe von Adi Rohmilchkäse hergestellt wird, darf er seinen Kühen keine Silage verfüttern. Er mäht das Gras, lässt es an der Sonne stark trocknen und bringt es dann auf den Heustock. Dort wird das Futter mit Hilfe einer Heubelüftung weiter getrocknet. So bleibt das Futter haltbar, indem das Wasser entzogen wird.

Bei der Silageherstellung wird das leicht angetrocknete Wiesenfutter verdichtet und luftdicht eingepackt. Das kann im Hochsilo, im Fahrsilo oder in den Siloballen geschehen. Durch den Entzug der Luft werden pflanzeneigene Enzyme sowie aerobe und fakultativ anaerobe Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Schimmelpilze) unterdrückt. Die Milchsäurebakterien wandeln den Zucker im Futter in Säuren (vor allem Milchsäure) um und der pH-Wert fällt auf typischerweise 4,0–4,5 ab. Dadurch werden weitere gärschädliche Bakterien am Wachstum gehindert. Wenn das Futter luftdicht bleibt, ist die Qualität gewährt. Es ist dennoch sinnvoll, wenn das Futter innert Jahresfrist verfüttert wird, da sonst die Qualität und Schmackhaftigkeit leidet. Das Futter bleibt haltbar, weil man ihm die Luft entzieht.

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